ITALIENISCHES DESIGN

Von Individualisten für Individualisten

Design „made in Italy“

Design „made in Italy“ folgt keinen speziellen Regeln. Anders als die theoretische Herangehensweise der Bauhausschule in Deutschland lebt das italienische Design vor allem von der Experimentierfreudigkeit, dem Improvisationsvermögen kleiner Handwerksbetriebe beeinflusst durch Kultur und Tradition und deren Vermögen Schönheit und Funktion miteinander zu verschmelzen.

Gerade die kleineren Handwerksbetriebe, Kunsthandwerkschmieden und Familienunternehmen waren es, die in Zusammenarbeit mit Architekten die Gestaltung von Produkten auf neue, einzigartige Weise beeinflussten. Die „italienische Linie“, wurde so um 1955 international der Inbegriff für modernen, kultivierten und kosmopolitischen Lebensstil.

Foto: rondadesign

APP DESIGN SRL

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APP DESIGN SRL: DAS MODULARE WANDPANELSYSTEM „CADDY“ aus lackiertem Metall ist in verschiedenen Maßen erhältlich und lässt sich in variablen Layouts zusammenstellen. Das Ergebnis ist immer ausgesprochen elegant. Ob in Weiß, Schwarz, Graphit, Titan, gehämmertem Kupfer und Messing, mit Spiegel oder Beleuchtungsmodul, Caddy kann kreativ jeder Umgebung angepasst werden: Bestückt mit magnetisch zu befestigenden Accessoires, Containern und Objektträgern oder vertikalen Pflanzbehälter für lebendiges Grün an der Wand. www.rondadesign.it

Foto: CATTELAN ITALIA S.p.A.

CATTELAN ITALIA S.p.A.
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Lange Tradition

 

Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Design wieder dezenter. Ab 1950 sorgten namhafte Designer wie Marco Zanuso, Franco Albini oder Gabriele Mucchi mit ihren außergewöhnlichen Möbeldesigns für Aufsehen. Designs, die im übrigen noch heute gefragt sind und von renommierten Herstellern weiter gefertigt und vermarktet werden. Ende der 1960er-Jahre gelang es einigen Designern und Unternehmen industrielle Produktion und experimentelle Gegenentwürfe zu vereinen.

 

CATTELAN ITALIA S.p.A.: FILIGRAN UND AKZENTUIEREND ZUGLEICH das Anbau-Regal „Airport“ von Cattelan Italia, das sich sowohl an der Wand als auch an der Decke befestigen lässt. Gestell und Bügel sind aus Stahl gefertigt und in den lackierten Ausführungen titan, weiß, schwarz oder graphite gaufriert erhältlich. Böden und Elemente sind aus Holz und stehen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. www.cattelanitalia.com

Foto: rondadesign

Design-Klassiker

Zehn Jahre später entstanden Design-Klassiker wie der Sitzsack Sacco von Zanotta oder die schrille Garderobe Cactus von Gufram. Mitte der 1970er-Jahre bestimmten Gruppen wie Studio Alchimia und ab 1981 Memphis das Design z. B. mit unkonventionellen Objekten von Memphis, zu deren Mitgliedern u.a. Michele De Lucchi, Matteo Thun oder Ettore Sottsass zählen. Im Mittelpunkt der Bewegung standen sowohl die Gestaltung der Oberflächen und eine farbenfrohe Verspieltheit, Multi- statt Monofunktionalität und der kommunikative Aspekt der Produkte

FOTO: CAPODOPERA

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Freiheit statt Reglementierung

Aber was ist es, das italienisches Design so einzigartig macht? Es ist Spiegelbild einer einzigartigen Lässigkeit, wie sie nur in Italien zu finden ist. Mit „la sprezzatura“ kreierte Baldassare Castiglione im 16. Jahrhundert in seinem Buch „Il Libro del Cortegiano“ (Der Hofmann) eine Wortschöpfung, die diese „art de vivre“ beschreibt. Mit dem Begriff sprezzatura beschrieb er die Haltung des Höflings, die auch bei der Bewältigung von Schwierigkeiten unangestrengte Leichtigkeit zelebriert. Die Sprezzatura, so der Renaissance-Autor, bestehe darin, „bei allem eine gewisse Art von Lässigkeit anzuwenden, mühelos und intuitiv“. Diese Lässigkeit hat das italienische Design seither geprägt. La sprezzatura ist die Basis von la dolce vita und des dolce far niente, und damit Teil der italienischen Lebenskultur. Bis heute spiegelt sich diese Lässigkeit in italienischer Mode, italienischem Produktdesign bis hin zur italienischen Küche.

. Ist deutsches Design untrennbar mit Regeln wie „form follows function“ und dem strengen Erbe des Bauhaus verbunden, zeigen sich die Italiener in der Kreation neuer Designs deutlich freier. Das gilt natürlich auch für die Mode: Was z.B. Herrenbekleidung anbelangt, so zeigt sich auch hier Sprezzatura, die mit mutigeren Farb- und Materialkombinationen und Formen ganz im Gegensatz zur typisch deutsch perfektionierten Uniformität des dunkelblauen Anzugs, des weißen Hemds, der dezenten Krawatte und schwarzen Schuhen steht.

Foto: AGAPE

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Foto: DaDa kitchen

MOLTENI & C S.P.A.

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VIA ROSSINI 50
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Italienische Marken die Geschichte schreiben

Alessi, De’Longhi, Cassina, Molteni, Catalan Italia, Smeg, Vespa, Fiat Cinque Cento, Alfa, Ferrari und und und. Unternehmen, die Designgeschichte geschrieben haben, kreiert ohne Vorgaben oder Zwang, dafür aber mit viel Emotion und Liebe zum Detail. Italienisches Design versteht es unauffällig auffällig zu sein. Ganz im Sinn der Sprezzatura. Insbesondere italienische Möbel und Accessoires sprechen vor allem Individualisten an, die viel Liebe zu Kunst und Kultur mitbringen. Angereichert mit Kreativität, Spaß an der Freiheit und der Verknüpfung von Tradition und Moderne beeinflusst la Sprezzatura bis heute die internationale Designwelt.

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